Im Zusammenhang mit der im Artikel „Energie- und umweltpolitische Herausforderungen I“ erwähnten zunehmenden Energieimportabhängigkeit der Bundesrepublik werden jährlich insgesamt etwa 74% der in Deutschland benötigten Brenn- und Kraftstoffe aus dem inner- und außereuropäischen Ausland importiert. Dabei ist die hohe Importabhängigkeit Deutschlands in nahezu allen konventionellen Energiebereichen, im einzelnen Erdöl (Importquote: 97%, durchschnittlicher Jahresverbrauch: 123 Mio. t), Erdgas (Importquote: 84%, Jahresverbrauch: 1.166 TWh), Kohle (Importquote: 62%, Jahresverbrauch: 249 Mio. t) und Uran (Importquote: 100%, Jahresverbrauch: 16.400 t), besonders hervorzuheben. Weiterlesen
Archiv der Kategorie: Energiewirtschaft
Der bundesweite optimierte Netzregelverbund (ONRV)
Bereits im Jahr 2005 begannen die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber, die Transportnetze AG (zu EnBW), die Transpower Stromübertragungs-GmbH (früher zu E.ON, seit 01.01.2010 zu TenneT), die Amprion GmbH (zu RWE) und die 50 Hertz Transmission GmbH (zu Vattenfall), ihre Zusammenarbeit mit dem Ziel eines bundesweiten Netzregelverbundes in bezug auf die Vorhaltung und Erbringung von Regelenergie. Zum 1. Mai 2010 wurde dieses in Europa einzigartige innovative Regelkonzept gemäß Beschluss der Bundesnetzagentur (BNetzA) nun bundesweit realisiert, was nicht nur für die Anbieter bzw. Einsetzer von Regelungsarbeit, sondern vor allem auch für die Stromkunden diverse Vorteile verspricht. Weiterlesen
Fahrplanmanagement in der Kraftwerkseinsatzplanung
In der kurz- und mittelfristigen Kraftwerkseinsatzplanung eines jeden Energieerzeugungsunternehmens auf dem liberalisierten Strommarkt wird die leistungsmäßige Fahrweise und damit die Plan-Erzeugung der zur Verfügung stehenden Kraftwerksblöcke respektive seiner Lieferverträge ex ante eingeplant. Diese kann dann z. B. an den Großhandelsmärkten für Strom vermarktet oder Kunden zu vereinbarten Konditionen geliefert werden.
Kernkraft – Ja oder Nein?
In der energie- wie auch gesellschaftspolitischen Diskussion bezüglich der gegenwärtigen und zukünftigen Energieversorgung fällt immer wieder der relativ brisante Begriff „Atomausstieg“. Was im Volksmund eher umgangssprachlich und insbesondere als politisches Schlagwort der Anti-Kernkraft-Bewegung als Atomausstieg bezeichnet wird, bedeutet im Grunde nichts anderes als die mittel- bis langfristige Beendigung der zivilen Nutzung von Kernspaltung für die Energiegewinnung in Kernkraftwerken. Die praktische Umsetzung eines solchen Atomausstiegs besteht darin, keine neuen Kernkraftwerke zu bauen und die in Betrieb befindlichen Anlagen bereits vor dem technisch bedingten Ende ihrer jeweiligen Lebensdauer zu schließen. Weiterlesen
Stromkennzeichnung gemäß Energiewirtschaftsgesetz für Transparenz und Umwelt
Für die meisten Konsumenten kommt der elektrische Strom schlicht „aus der Steckdose“, d. h. die eigentliche Herkunft der abgerechneten Energie ist für einen Großteil der beziehenden Haushalte nicht weiter von Relevanz. Aus Gründen der Kostentransparenz sowie eventuell aus Umweltgesichtspunkten sollte der Endverbraucher jedoch auch das Thema Stromkennzeichnung in seinem eigenen Interesse berücksichtigen. Das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) hat zu diesem Zweck eine entsprechende Regelung in Form des § 42 geschaffen, der die Elektrizitätsversorgungsunternehmen (EVU) dazu verpflichtet, den von ihnen gelieferten Strom adäquat zu kennzeichnen.
Compliance in der Energiewirtschaft
Im vorigen Artikel „Unbundling in der Energiewirtschaft“ wurde das Thema Entflechtung auf dem energiewirtschaftlichen Sektor behandelt. In diesem Zuge fällt auch immer wieder der Begriff „Compliance“, der inhaltlich eng mit dem vorgenannten Terminus zusammenhängt. Weiterlesen