Schlagwort-Archive: Produktlebenszyklusanalyse

Methoden zur Produkt- und Prozessbewertung III: Sozio-Ökoeffizienzanalyse, UVP und TFA

Liegen für ein spezielles System sowohl Ökoeffizienz- (vgl. Teil I) als auch Sozioeffizienzanalyse (vgl. Teil II) vor, so bietet sich die Kombination der generierten Ökoeffizienz- und Sozioeffizienzportfolien zu einer graphischen Gesamtdarstellung sämtlicher Bewertungsergebnisse in Form einer dreidimensionalen Abbildung (Abszisse: Kosten, Ordinate: Umweltauswirkungen, z-Achse: soziale Auswirkungen), dem sogenannten „Sozio-Ökoeffizienzportfolio“, an. Im Ergebnis erhält man demzufolge eine umfassende Sozio-Ökoeffizienzanalyse des betreffenden Produktes oder Verfahrens, die neben den ökonomischen auch die ökologischen und sozial-gesellschaftlichen Aspekte des analysierten Zielobjekts identifiziert, quantifiziert und bewertet. Auf der Grundlage der erarbeiteten Resultate können nun verschiedene Erzeugnis- oder Prozessalternativen, die den gleichen Nutzen stiften, nach Kosten-, Umwelt- und Sozialaspekten unter Verwendung von Relativkennzahlen (0 bis 1) miteinander verglichen werden. Weiterlesen

Methoden zur Produkt- und Prozessbewertung II: Sozioeffizienzanalyse

Die sogenannte Sozioeffizienz zur Integration sozial-gesellschaftlicher Gesichtspunkte des jeweils betrachteten Produktes oder Verfahrens will gegenüber der in Teil I behandelten Ökoeffizienzanalyse die positive soziale Leistung unternehmerischen Handelns in Relation zur wirtschaftlichen Wertschöpfung erhöhen bzw. die eventuellen negativen sozialen Effekte des observierten Systems reduzieren. Diese lässt sich durch zu ermittelnde (Sozioeffizienz-)Kennzahlen abbilden, die ihre Formulierung beispielsweise in der wertschöpfungs- bzw. produktbezogenen Arbeit wiederfinden können, z. B. in der Form „Personenstunden [h] pro Wertschöpfung [GE]“ oder „Produktlebenszykluskosten [GE]“. In diesem Zusammenhang lässt sich der Begriff der Sozioeffizienz wie bereits auch die vorstehend beschriebene Ökoeffizienz vereinfacht als klassisches Verhältniskonstrukt quantifizieren: Weiterlesen

Methoden zur Produkt- und Prozessbewertung I: Ökoeffizienzanalyse

Um ökologische wie auch sozial-gesellschaftliche Auswirkungen von Produkten oder Prozessen in geeigneter Weise in beispielsweise technoökonomische Produkt- und Verfahrensbewertungen einfließen zu lassen, bieten sich neben den klassischen Methoden der Umweltverträglichkeitsprüfung oder der Technologiefolgenabschätzung im besonderen die Verfahren der sogenannten Ökoeffizienz- sowie der Sozioeffizienzanalyse an, die sich bei Bedarf weiterhin zur dreidimensionalen Sozio-Ökoeffizienzanalyse kombinieren lassen. Die Ökoeffizienzanalyse wurde bereits im Artikel „A Tool for Energy Management: The Eco-Efficiency Analysis“ umrissen, soll an dieser Stelle jedoch eingehender vorgestellt werden. Weiterlesen

Life Cycle Assessment nach ISO 14040 ff.

Die sogenannte Ökobilanzierung, auch als Life Cycle Assessment (LCA), Produktlebenszyklusanalyse oder objektbezogene Ökobilanz bezeichnet, repräsentiert ein klassisches Instrument des betrieblichen Umweltmanagements, das in der Normenreihe DIN EN ISO 14040 ff. ausführlich erläutert wird. Im einzelnen beschreiben diese normativen Richtlinien die Prinzipien und allgemeinen Anforderungen bezüglich einer Ökobilanz (ISO 14040), die Festlegung von Ziel und Untersuchungsrahmen sowie die Sachbilanz im Rahmen einer Ökobilanzierung (ISO 14041), die darauf folgende Wirkungsabschätzung (ISO 14042) sowie die abschließende Auswertung einer Ökobilanz (ISO 14043). Die produktbezogene Ökobilanzierung dient dabei im wesentlichen der systematischen Erfassung aller durch die Herstellung, Nutzung und Entsorgung eines Produktes (Produktlebenszyklus, engl.: from cradle to grave = „von der Wiege bis zur Bahre“) ausgelösten systembezogenen Stoff- und Energieströme. Diese Betrachtung umfasst in diesem Zusammenhang alle Phasen des Produktlebensweges einschließlich der notwendigen vor- und nachgelagerten Transport- und Recyclingvorgänge. Weiterlesen