Dirk Hottmann

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Die Nord Stream-Pipeline, ehemals North European Gas Pipeline (NEGP), ist eine aus zwei Strängen bestehende Ferngasleitung in der Ostsee. Die beiden jeweils 1.224 Kilometer langen Pipelinestränge sind die kürzeste Verbindung zwischen den riesigen Erdgasreserven in Russland und den Energiemärkten in Europa und können bis zu 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr transportieren.

In Europa ist die Erdgaswirtschaft seit dem Jahr 1970 von Bedeutung. Auslöser dafür waren insbesondere Erdgasfunde in den Niederlanden, die einen leitungsgebundenen Ferntransport in die Verbrauchsregionen in Deutschland ermöglichten. Sind die Voraussetzungen für einen Zugang zu den notwendigen Leitungsinfrastrukturen gegeben, so kann die Wertschöpfung durch die Distribution (Verteilungslogistik) von den Förderstätten bis hin zum finalen […]

Erdgas ist der Energieträger, der entscheidend zum Gelingen der deutschen Energiewende beitragen soll. Um die von der Regierung gesetzten Klimaschutzziele zu erreichen, bietet Erdgas als im Vergleich klimafreundlichster fossiler Energieträger eine vielversprechende Basis. Hauptsächlich wird Erdgas in Deutschland derzeit als Primärenergiequelle für Raum– und Prozesswärme, im Verkehrssektor sowie in der Stromerzeugung eingesetzt.

Gase lassen sich je nach der Lage ihrer Siedepunktskurve durch Kompression, Kühlung oder Drosselung verflüssigen. Eine solche Änderung des Aggregatzustands liegt auch bei LNG vor, was die Abkürzung für engl. liquefied natural gas, also verflüssigtes Erdgas, ist.

Bereits im Jahr 2012 klagten die deutschen Erdgasimporteure über eine „Gasschwemme“ in Europa. Diese wurde durch den Shale Gas-Boom in den USA ausgelöst und sorgte in Europa für Überkapazitäten und einen damit verbundenen Preisverfall an den Spotmärkten.

Erdgas spielt eine wichtige Rolle, um die bundesdeutsche Energieversorgung zu sichern. Allerdings werden über 80% des Erdgases importiert. In Europa sind die Förderquoten jedoch rückläufig, daher sind mögliche neue Quellen von großem Interesse für die Energiewirtschaft. Auch in Deutschland könnten ungenutzte Potenziale von unkonventionellen Kohlenwasserstoffen vorhanden sein.

Die Entwicklung der Shale Gas-Förderung in den USA wird in der Öffentlichkeit – abgesehen von den Widerständen aufgrund der Umweltprobleme – oft wie eine typisch amerikanische Erfolgsgeschichte dargestellt. Doch es tauchen seit längerer Zeit auch immer wieder Stimmen auf, die behaupten, dass Shale Gas unprofitabel sei.

Unkonventionelles Erdgas wird schon seit Jahrzehnten in den USA gefördert. Hierbei handelte es sich jedoch zumeist um Tight Gas. Durch die schlechten und fast schon krisenhaften Aussichten der amerikanischen Erdgasförderungen Ende der 70er Jahre wurde auf nationaler Ebene eine Reihe von Initiativen für die Gasversorgung beschlossen.

Shale Gas ist die große Hoffnung der Gasindustrie. Ausgelöst durch die hohen Zuwachsraten und den scheinbaren Erfolg in den USA werden überall auf der Welt Explorationsbohrungen durchgeführt. Auch in Europa gibt es erste Bohrungen.

Wie bei allen neuen Technologien kann es bei der Exploration und Förderung von Shale Gas zu Umweltbeeinträchtigungen in allen Phasen der Technologieanwendung kommen. Diese Risiken sollten im Vorfeld analysiert und bewertet werden. Durch die jahrelange Förderung von Shale Gas in den USA liegen bereits erste Erfahrungen vor.